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Das Convenience-Paradox: Pflanzenvielfalt: Tausende Produkte – aber wie viele Pflanzen?

1. Okt.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Gegenüberstellung von Nahrungsmitteln: Eintönig oder vielfältig

Ein moderner Supermarkt bietet dir scheinbar unendliche Möglichkeiten. Ganze Regale sind mit Müslis, Broten, Snacks, Fertiggerichten, Riegeln und Getränken gefüllt. Du könntest vermutlich jeden Tag ein anderes Produkt auswählen und monatelang nichts zweimal kaufen.


Unsere Ernährung müsste heute also vielfältiger sein als je zuvor.


Oder?


Wenn du nicht auf die Verpackungen, sondern auf die Zutaten schaust, entsteht ein anderes Bild. Viele der scheinbar unterschiedlichen Lebensmittel basieren immer wieder auf denselben wenigen Pflanzen: Weizen, Mais, Soja, Reis, Kartoffeln, Zucker und Pflanzenölen.


Genau darin liegt das Convenience-Paradox:


Wir haben mehr Auswahl als je zuvor – und essen möglicherweise trotzdem erstaunlich eintönig.


Sechs Produkte, eine Pflanze


Stell dir einen typischen Tag vor:


Zum Frühstück gibt es Müsli. Mittags ein Sandwich, danach vielleicht ein paar Cracker. Am Nachmittag einen Müsliriegel, abends Pasta und später noch ein paar Kekse.


Das klingt nach sechs verschiedenen Lebensmitteln. Botanisch betrachtet steckt jedoch in fast allen vor allem eine Pflanze: Weizen.


Bei Mais ist es ähnlich. Mais begegnet dir in Frühstücksflocken, Tortillas, Chips, Süssungsmitteln und unzähligen verarbeiteten Produkten. Die Verpackungen, Geschmacksrichtungen und Zubereitungsformen unterscheiden sich – die pflanzliche Grundlage bleibt oft dieselbe.


Das bedeutet nicht, dass Weizen oder Mais grundsätzlich ungesund sind. Beide gehören seit Jahrtausenden zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Menschheit.


Die entscheidende Frage lautet vielmehr:


Verwechseln wir die Vielfalt an Produkten mit echter Vielfalt auf dem Teller?


Warum sich dein Mikrobiom über Abwechslung freut


In deinem Verdauungstrakt lebt eine riesige Gemeinschaft aus Bakterien und anderen Mikroorganismen. Gemeinsam bilden sie dein Darmmikrobiom.


Diese Mikroorganismen sind unter anderem daran beteiligt, bestimmte Nahrungsbestandteile zu verarbeiten. Besonders interessant sind dabei Ballaststoffe und andere Pflanzenbestandteile, die von unseren körpereigenen Verdauungsenzymen nicht vollständig zerlegt werden.


Doch Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff.


Hafer liefert andere Strukturen als eine Zwiebel. Linsen unterscheiden sich von Äpfeln, Leinsamen von Brokkoli und Nüsse von Beeren. Unterschiedliche Pflanzen bringen unterschiedliche Fasern, Polyphenole und weitere Pflanzenstoffe mit.


Dadurch stehen auch den Mikroorganismen in deinem Darm unterschiedliche Nahrungsquellen zur Verfügung.


Wenn du genauer verstehen möchtest, wie diese faszinierende Lebensgemeinschaft funktioniert, findest du hier unseren ausführlichen Beitrag über das Mikrobiom und seine Bedeutung für deinen Körper.


Pflanzenvielfalt füttert gute Darmbakterien

Was die Forschung über Pflanzenvielfalt zeigt


Eines der bekanntesten Projekte zu diesem Thema ist das American Gut Project. Dabei wurden Daten und Darmmikrobiom-Proben von mehr als 10’000 Teilnehmenden ausgewertet.


Eine interessante Beobachtung: Menschen, die nach eigenen Angaben mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche assen, wiesen eine grössere mikrobielle Vielfalt auf als Menschen, die zehn oder weniger Pflanzenarten konsumierten.


Das bedeutet nicht, dass 30 eine magische Zahl ist. Die Untersuchung war beobachtend und beweist nicht, dass allein die Zahl der Pflanzen für ein gesundes Mikrobiom verantwortlich ist.


Sie liefert jedoch einen wertvollen Denkanstoss:


Es könnte nicht nur darauf ankommen, wie viel Pflanzliches du isst, sondern auch darauf, wie abwechslungsreich deine Auswahl ist.


Was zählt eigentlich als Pflanze?


Bei Pflanzenvielfalt geht es nicht nur um Gemüse und Obst. Auch viele weitere Lebensmittel zählen dazu:


  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen

  • Vollkorngetreide wie Hafer, Dinkel, Gerste und Naturreis

  • Nüsse und Samen

  • Kräuter und Gewürze

  • Beeren

  • Pilze

  • Zwiebeln, Knoblauch und Lauch


Du musst also nicht jeden Tag einen riesigen Berg Gemüse essen. Oft entsteht Vielfalt durch kleine Zutaten, die du regelmässig wechselst oder kombinierst.


Ein Frühstück mit Hafer, Apfel, Heidelbeeren, Walnüssen, Leinsamen und Zimt bringt beispielsweise bereits sechs verschiedene pflanzliche Quellen zusammen.


Der Warenkorb-Test


Bei deinem nächsten Einkauf kannst du ein einfaches Experiment machen:


Zähle nicht die Produkte. Zähle die Pflanzen.


Haferflocken zählen als Hafer. Mandeln als Mandeln. Tomatensauce bringt Tomaten mit, Hummus Kichererbsen und Sesam. Spinat im Smoothie ist eine weitere Pflanze.


Schau anschliessend auf deinen Warenkorb:


Wie viele verschiedene Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, Kräuter und Gewürze findest du?


Nahrungsmittel: "nur" Getreide oder eine wahre Pflanzenvielfalt?

Es geht nicht darum, eine perfekte Punktzahl zu erreichen oder deinen Einkauf in einen weiteren Leistungstest zu verwandeln. Der Test soll dir lediglich zeigen, wo du deine Ernährung ohne grossen Aufwand erweitern kannst.


Vielleicht wechselst du Spinat mit Mangold oder Grünkohl ab. Brokkoli darf sich mit Blumenkohl, Wirsing oder Rotkohl abwechseln. Zu Heidelbeeren kommen Himbeeren, Granatapfel oder Äpfel hinzu.


Bereits zwei oder drei neue Pflanzen pro Einkauf können dein persönliches Repertoire mit der Zeit deutlich vergrössern.


Convenience ist nicht das Problem


Lebensmittelverarbeitung und Convenience haben enorme Vorteile gebracht. Lebensmittel sind länger haltbar, einfacher zu transportieren und schneller zubereitet. Tiefgekühltes Gemüse, Bohnen aus dem Glas, Naturjoghurt oder gutes Vollkornbrot können einen ausgewogenen Alltag sogar erleichtern.


„Verarbeitet“ bedeutet deshalb nicht automatisch „schlecht“.


Problematisch wird es eher, wenn stark verarbeitete Produkte einen grossen Teil der Ernährung einnehmen und dabei Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und andere wenig verarbeitete Lebensmittel verdrängen.


Ein Paprika-Chip und ein Sour-Cream-Chip sind zwei Geschmacksrichtungen – botanisch bleiben beide hauptsächlich Kartoffel. Ein Schokoladenmüsli und ein Zimtmüsli fühlen sich unterschiedlich an, können aber auf demselben Getreide basieren.


Manchmal verändert Convenience also vor allem die Form und den Geschmack – nicht die pflanzliche Vielfalt.


Wenn der Alltag weniger vielfältig ausfällt als geplant


Natürlich ist eine abwechslungsreiche Ernährung im Alltag nicht immer einfach.

Frische Lebensmittel müssen geplant, eingekauft, gelagert und zubereitet werden. Manche verderben schnell. Reisen, lange Arbeitstage oder Familienorganisation bringen Routinen durcheinander.


Und manchmal wartet der am Sonntag hochmotiviert gekaufte Spinat am Freitag noch immer im Kühlschrank.


Die Grundlage sollte weiterhin eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung mit echten, möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln sein. Nahrungsergänzungsmittel können sie nicht ersetzen. Sie können jedoch eine praktische Ergänzung sein, wenn die tägliche Auswahl weniger bunt ausfällt als gewünscht.


ReLive Greens: Grünpflanzen und Ballaststoffquellen kombiniert


ReLive Greens kombiniert verschiedene grüne Pflanzen und Früchte mit mehreren Ballaststoffquellen.


Zu den veröffentlichten Zutaten gehören unter anderem:

  • Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Kohl und Petersilie

  • Spirulina und Chlorella

  • Heidelbeere und Granatapfel

  • grünes Bananenmehl und Apfelfaser

  • Leinsamen, Flohsamenschalen und Inulin

  • Bacillus coagulans

Im Zusammenhang mit dem Mikrobiom sind besonders die unterschiedlichen Ballaststoffquellen interessant. ReLive Greens ist deshalb eine unkomplizierte Möglichkeit, eine bereits pflanzenreiche Ernährung um weitere pflanzliche Zutaten und Ballaststoffquellen zu ergänzen.

Es ersetzt jedoch weder frisches Gemüse noch Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse oder Samen.


Juice Plus+: Obst, Gemüse und Beeren in konzentrierter Form


Auch die Juice Plus+ Obst-, Gemüse- und Beerenauslese setzt auf ein breites Spektrum pflanzlicher Ausgangszutaten.


Die Kapseln enthalten pflanzliche Inhaltsstoffe aus 30 verschiedenen Obst-, Gemüse- und Beerensorten. Dazu zählen unter anderem Apfel, Orange, Ananas, Mango, Karotte, Brokkoli, Grünkohl, Tomate, Spinat, Traube, Granatapfel, verschiedene Beeren, Artischocke und Ingwer.


Damit bringt Juice Plus+ nicht nur „Grün“, sondern verschiedene Farben und Pflanzenkategorien zusammen.


Auch hier gilt: Die Auslese ersetzt keine 30 frisch verzehrten Pflanzen und ist nicht mit einer ballaststoffreichen Vollwertkost gleichzusetzen. Sie kann aber dazu beitragen, deine Ernährung um ein breiteres Spektrum konzentrierter pflanzlicher Inhaltsstoffe zu ergänzen.



Zwei Produkte, zwei unterschiedliche Schwerpunkte


ReLive Greens und Juice Plus+ verfolgen nicht exakt denselben Ansatz:

ReLive Greens legt den Schwerpunkt auf Grünpflanzen, Algen sowie verschiedene präbiotische Ballaststoffquellen und enthält Bacillus coagulans.


Juice Plus+ Obst, Gemüse und Beeren bietet ein breites Farbspektrum aus 30 pflanzlichen Ausgangszutaten in konzentrierter Form.


Beide können eine abwechslungsreiche Ernährung ergänzen. Die wichtigste Grundlage für dein Mikrobiom bleibt jedoch das, was regelmässig auf deinem Teller landet: verschiedene Gemüsearten, Früchte, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, Kräuter und Gewürze.


Mehr darüber, was dein Mikrobiom beeinflusst und wie du es im Alltag unterstützen kannst, liest du auf unserer Pillar Page zum Mikrobiom.


Vielfalt muss nicht kompliziert sein


Du brauchst weder exotische Superfoods noch einen perfekt geplanten Speiseplan.

Beginne mit dem, was du bereits isst, und erweitere es Schritt für Schritt:

  • Verwende zwei verschiedene Nüsse statt immer nur einer Sorte.

  • Kombiniere mehrere Beeren.

  • Wechsle deine Blattsalate regelmässig ab.

  • Ergänze Suppen und Salate mit Bohnen oder Linsen.

  • Nutze verschiedene Kräuter und Gewürze.

  • Probiere jede Woche eine neue Pflanze.

  • Halte Tiefkühlgemüse und Hülsenfrüchte für hektische Tage bereit.


Auf diese Weise entsteht Vielfalt nicht durch Perfektion, sondern durch Neugier und kleine Veränderungen.


Fazit: Schau hinter die Verpackung


Tausende Produkte im Supermarkt bedeuten nicht automatisch eine vielfältige Ernährung. Manchmal bedeuten sie lediglich, dass wir sehr gut darin geworden sind, dieselben wenigen Zutaten in immer neue Formen, Farben und Geschmacksrichtungen zu verwandeln.


Schau deshalb bei deinem nächsten Einkauf nicht nur auf Marken und Produkte.

Schau auf die Pflanzen dahinter.


Iss den Brokkoli. Probiere die Linsen. Wechsle deine Beeren, Nüsse und Blattsalate ab. Verwende mehr Kräuter und Gewürze.


Und wenn dein Alltag einmal weniger vielfältig ausfällt, können ReLive Greens und die Juice Plus+ Obst-, Gemüse- und Beerenauslese deine Ernährung praktisch ergänzen.

Denn Vielfalt beginnt nicht im Verpackungsdesign.


Sie beginnt auf deinem Teller.


Quellen und weiterführende Informationen


ReLive Greens und Juice Plus+ sind Nahrungsergänzungsmittel. Sie ersetzen keine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise. Die dargestellten Forschungsergebnisse beschreiben Zusammenhänge zwischen der Vielfalt verzehrter Pflanzen und der Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Sie belegen keine entsprechende Wirkung der genannten Nahrungsergänzungsmittel.

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